Was ist Osteopathie
Die Osteopathie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Sie begreift den Körper als eine Einheit, die man nicht in voneinander unabhängigen Einzelteilen betrachten und behandeln kann.
Das Ziel der Osteopathie ist die Suche nach der Ursache von Beschwerden und Bewegungseinschränkungen, die mitunter weit von den schmerzenden Stellen entfernt liegen können.
Jeder Mensch trägt die für seine Gesundheit notwendigen Ressourcen in sich. Er ist eine Funktionseinheit, in der Körper, Geist und Seele als ein vereintes Ganzes wirken, um sich ständig selbst zu heilen. Die Osteopathie geht davon aus, dass sich alle unsere Strukturen, Knochen-, Muskel-, Nerven-, Organ- und Stoffwechselsysteme gegenseitig beeinflussen. Für ein gutes Funktionieren brauchen wir die Harmonie zwischen diesen Systemen.
Lange Zeit kann er muskuläre Schwächen, fehlende Beweglichkeiten, Fehlhaltungen am Schreibtisch, Stress in Familie oder Beruf und sogar Verletzungen wie beispielsweise ein Schleudertrauma ausgleichen. Eingeschränkte Funktionen werden von anderen, weniger belasteten Körperregionen übernommen. Diese wertvolle Fähigkeit unseres Körpers ist jedoch begrenzt. Viele kleine Einschränkungen, die man oft gar nicht miteinander in Zusammenhang bringt, können sich summieren. Dann kann schon ein kleiner Auslöser – z.B. eine falsche Bewegung – zu deutlichen Beschwerden wie beispielsweise einem Hexenschuss führen.
Das Ziel einer osteopathischen Behandlung liegt darin, die Ursachen der Beschwerden aufzuspüren und zu behandeln. Dabei muss man bedenken, dass das gleiche Symptom bei verschiedenen Patienten unterschiedliche Ursachen haben kann, die deswegen individuell therapiert werden müssen. Der Osteopath arbeitet mit seinen Händen und ist auf der Suche nach Einschränkungen, Spannungen und „Verklebungen“ im Körper. Er arbeitet ganzheitlich und damit nicht nur im akuten Schmerzbereich. So kann es sein, dass z.B. am Fuß bei Kopfschmerzen, am Kopf bei Rückenschmerzen, an der Brustwirbelsäule bei Magenproblemen oder am Dickdarm bei Ischiasbeschwerden behandelt wird.
Der Körper hat die erstaunliche Fähigkeit zur Selbstregulation und Selbstheilung. Die Aufgabe des Osteopathen besteht darin, diese natürlichen Fähigkeiten zu unterstützen.
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Die Osteopathie vertraut also auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und seiner Organe. Stellen wir uns eine alte Apotheke mit ihren vielen Schränken und Schubladen vor, in denen verschiedene Mittel zur Heilung lagern. Man könnte sagen, der Osteopath schließt die Türen auf, rüttelt an Schubladen, die klemmen oder verschlossen sind und öffnet sie, damit der Organismus sich nehmen kann, was er zu seiner Heilung braucht. Der Osteopath gibt durch seine Behandlung dem Körper Impulse, eigene Mittel und Kräfte frei zu setzen, die erforderlich sind, um sich selbst zu heilen. Die Osteopathie ist eine Ergänzung und keine Konkurrenz zur Schulmedizin und kann bei vielen Erkrankungen unterstützend eingesetzt werden. Die Ausbildung zum Osteopathen geht über einen Zeitraum von fünf Jahren und umfasst 1350 Unterrichtsstunden. Sie endet mit einer Prüfung vor einem internationalen Gremium. „Osteopathie“ ist noch kein geschützter Begriff, deshalb gilt „Nicht überall wo Osteopathie draufsteht, ist auch Osteopathie drin!“